Verschwörungsdenken
psychosozial 159

 »Verschwörungstheorie« ist aktuell einer der schillerndsten Begriffe in den Sozialwissenschaften. Durch eine Erschütterung überkommener Sicherheiten in kollektiven Urteilsbildungen haben sich sogenannte Verschwörungstheorien als Angebote und Medien von Wahrnehmung, Deutung und Aneignung erfolgreich in Literatur, Film und Serien, in sozialen Medien, Feuilletons und Feierabenddebatten etabliert. Besorgniserregend ist ihr Potenzial für politische Agitation, Verunsicherung und – oftmals gewaltlegitimierende – Propaganda.

Die Autorinnen und Autoren von Ausgabe 1/2020 der psychosozial legen Ansätze zu einer kritisch sozialpsychologischen und gesellschaftstheoretischen Aufklärung des »Denkens in Verschwörungen« vor, die dessen kognitive, praktische und soziokulturelle Dimension(en) aus interdisziplinärer Perspektive thematisieren.

Mit Beiträgen zum Themenschwerpunkt von Felix Brauner, Florian Eisheuer, Carolin Engels, Melanie Hermann, Florian Hessel, Jan Rathje, Felix Riedel, Sebastian Salzmann, Stefan Vennmann und Deborah Wolf

Psychosozial-Verlag
144 Seiten, Broschur, 165 x 240 mm
Erschienen im Mai 2020
ISSN: 0171-3434, Bestell-Nr.: 8291