Doing Responsibility – Möglichkeiten familiärer Ordnungen
psychosozial 151 

Was ist Familie? Angesichts der Vielfalt von Verantwortungsstrukturen denken die Autorinnen und Autoren den Begriff der Familie neu. Ausgehend von der Annahme, dass ein Doing Responsibility an unterschiedlichsten Orten und zu unterschiedlichsten Zeiten stattfindet, werden die Möglichkeiten und Grenzen familialen Handelns untersucht: Wann beginnt Verantwortung in Zeiten biopolitischer Machbarkeitsfantasien? Wie wird diese im Rahmen einer heterosexistischen Familien- und Sozialpolitik gestaltet? Welche Rolle spielen vor diesem Hintergrund Tageseltern, Einrichtungen der Jugendhilfe oder die Psychiatrie?

Das Themenheft unterbreitet zudem auch einen Vorschlag, wie dem traditions- und ideologiereichen Begriff der Familie entkommen werden kann: Das Konzept der Verantwortungsordnung, inspiriert von der feministischen Theorie der 1990er Jahre, liefert mittels der Analyseebenen Herrschaft, Symbole, Institution, Interaktion und Subjekt das Handwerkszeug, mit dem die vielfältigen und machtvollen Verflechtungen eines Doing Responsibility empirisch erfasst werden können.

Mit Beiträgen zum Themenschwerpunkt von Stefanie Aunkhofer, Marion Baldus, Karin Flaake, Janina Glaeser, Miriam Mai, Yv E. Nay, Katja Nowacki, Bettina Rabelhofer, Silke Remiorz, Katharina Steinbeck, Christine Thon und Tom David Uhlig sowie mit freien Beiträgen von Henry Rousso und Martin Teising

 

Psychosozial-Verlag
144 Seiten, Broschur, 165 x 240 mm
Erschienen im Januar 2018
ISSN: 0171-3434, Bestell-Nr.: 8224